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Arbeitsvertrag im Arbeitsrecht Düsseldorf
Was ist ein Arbeitsvertrag?
Durch einen Arbeitsvertrag werden die Rechte und Pflichten von Arbeitgebern und Arbeitnehmern geregelt. Ein Arbeitsvertrag kann durch ein Beschäftigungsverhältnis automatisch zustande kommen. Er kann mündlich, sollte aber schriftlich geschlossen werden. Die Form des Arbeitsvertrags ist nicht geregelt, aber es gibt unvermeidliche Pflichtangaben im Arbeitsvertrag, die sich vor allem auf die Rechte und Pflichten von Arbeitnehmern und Arbeitgebern beziehen. Eine besondere Rolle kommt der Probezeit im Arbeitsverhältnis zu, denn es gelten verkürzte Kündigungspflichten und vereinfachte Kündigungsbedingungen. Auch Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen haben oft erheblichen Einfluss auf den Arbeitsvertrag. Verstöße gegen einen Arbeitsvertrag müssen nachgewiesen werden und haben zum Teil drastische rechtliche Folgen.
Schriftform empfohlen
Zwar ist es jederzeit möglich, einen Arbeitsvertrag mündlich zu schließen, aber bei Streitigkeiten gibt es kaum die Möglichkeit, etwaige Verstöße zu beweisen. Darum ist es im Sinne der Beweissicherung sehr empfehlenswert, einen Arbeitsvertrag schriftlich zu schließen. Das ist rechtlich besser nachvollziehbar, sorgt für Rechtsklarheit und Missverständnisse werden vermieden. Ohnehin gibt es ein Nachweisgesetz, das besagt, dass Arbeitgeber den Arbeitnehmer auf dessen Verlangen schriftlich über die vereinbarten Vertragsbedingungen informieren müssen. Ein Vorteil ist der Zugangsnachweis, denn die Schriftform kann den Empfang zum Beispiel per Unterschrift belegen. Spätere Änderungen sollten in den Vertrag aufgenommen werden, also auch schriftlich erfolgen.
Wesentliche Vertragsinhalte
Die folgenden Punkte sollten in jedem Arbeitsvertrag aufgenommen werden:
- Beginn: Das Startdatum des Arbeitsverhältnisses muss immer genannt werden.
- Arbeitszeit: Die Wochenstunden und die Lage der Arbeitszeit sollten genau beschrieben sein.
- Vergütung: Hier geht es nicht nur um die Höhe des Gehalts oder Lohns, sondern auch um eventuelle Zusatzleistungen des Arbeitgebers.
- Urlaub: Die Anzahl der Urlaubstage pro Jahr ist vor allem dann wichtig, wenn mehr als der gesetzliche Urlaub gewährt wird.
- Kündigungsfristen: Diese beinhalten alle Regelungen zur Beendigung des Arbeitsvertrags.
Probezeitregelung
Die Dauer der Probezeit beträgt manchmal nur drei, aber in der Regel sechs Monate. In dieser Zeit gilt eine verkürzte Kündigungsfrist. Diese kann auf bis zu zwei Wochen verkürzt werden. Die Probezeit zielt darauf ab, beiden Vertragsparteien ein Kennenlernen zu ermöglichen. Eine Rechtsfolge der Probezeit ist, dass eine Kündigung einfacher ist, denn neben der verkürzten Kündigung braucht deren Grund auch nicht genannt werden. Bei der Probezeit handelt es sich um eine vertragliche Regelung, das heißt, sie muss ausdrücklich vereinbart sein.
Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen
In großen Betrieben und vielen Branchen gibt es eine Tarifbindung. Diese gilt jedoch nur, wenn beide Seiten tarifgebunden sind. Die Mindeststandards des Tarifvertrags liegen meistens deutlich über dem gesetzlichen Niveau. Die Regeln des Tarifvertrags haben gegebenenfalls Vorrang. Ein Tarifvertrag kann einen Arbeitsvertrag ersetzen oder erweitern. Nicht nur aus Gründen der Transparenz sollten Arbeitnehmer die Regelungen des Tarifvertrags kennen. In Betrieben mit Betriebsrat werden häufig Betriebsvereinbarungen geschlossen. Dabei vertritt der Betriebsrat die Arbeitnehmerinteressen gegenüber der Betriebsleitung.
Nachweispflicht des Arbeitgebers
Im Jahr 2022 wurde das Nachweisgesetz (NachwG) reformiert. Seitdem sind alle Arbeitgeber verpflichtet, jedem neuen Arbeitnehmer alle wesentlichen Vertragsbedingungen schriftlich mitzuteilen und das auch nachzuweisen. Diese schriftlichen Informationen müssen dem Arbeitnehmer innerhalb eines Monats nach Beginn des Arbeitsverhältnisses zugestellt werden. Zu den wichtigsten Pflichtangaben gehören der Arbeitsort und eine genaue Beschreibung der Tätigkeit. Die Rechtsgrundlage für die Verpflichtung des Arbeitgebers ist der Paragraph 2 des Nachweisgesetzes. Hält sich der Arbeitgeber nicht daran, drohen ihm Sanktionen. Konkret drohen ihm bei Verstoß Bußgelder. Das Gesetz schafft Transparenz für Arbeitnehmer. Sie erhalten nun Klarheit über ihre Rechte und Pflichten.
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